Meine Grundhaltung in der Beziehung

Sich geborgen und vertraut fühlen schafft Sicherheit und ist die Grundlage zur gewünschten Veränderung

 

Bei der Beratung von Menschen mit Pflegebedürftigkeit oder deren pflegenden Angehörigen (Klienten) ist es wichtig, mit einem professionellem Beratungsansatz zu arbeiten, der einen Zugang zum Klienten herstellt und eine positive und tragfähige Beziehung zu ihm aufbaut. Meine Grundhaltung ist geprägt durch positive Wertschätzung (Akzeptanz), Einfühlungsvermögen (Empathie) und Echtheit (Kongruenz). Diese Grundhaltung soll den Klienten zur Selbstexploration, Selbstentfaltung und Selbständigkeit befähigen. Sie soll auch Grundlage für eine gute Interaktion zwischen Berater und Beratenen sein, so dass beide Interaktionspartner sich besser verstehen, Vertrauen zueinander entwickeln und so gemeinsam etwas verändern können. Dies ist eine Basis für die Erarbeitung von Zielen und Wegen des Klienten. Wenngleich er die Verantwortung für die Entscheidungen selbst übernehmen muss, da es seine Entscheidungen sind. Dies setzt nicht voraus, dass der Berater und der Klient im Konsens sind. Es kann auch öffentliche Einigkeit über den Dissens bestehen (Straumann, 2007, S. 651f). In diesem Prozess ist es bedeutsam, dass der Berater eine klientenzentrierte Grundhaltung nach Rogers einnimmt, die folgende Aspekte fokussiert:

 

Die Empathie, d.h. emotionales Einfühlen in die Rolle und die Gefühlswelt des anderen, das bedeutet, dass der Berater die emotionalen Erlebnisinhalte verbalisiert, so dass sich der Klient sich  verstanden fühlt, sich so geben kann wie er ist und sich dem Berater weiter öffnet. Ein empathisches Paraphrasieren und verbalisieren emotionaler Erlebensinhalte durch den Berater soll dem Klienten einen besseren Zugang zu seinen eigenen Gefühlen ermöglichen.

In der Beratung von depressiven Menschen geht es darum, dass der Berater und der Versicherte sich gegenseitig bemühen das zu verstehen was der andere ausdrücken will.

 

Akzeptanz, d.h. die Achtung vor der Gesamtperson und der Andersartigkeit des Gesprächspartners sowie sein Recht auf Selbstbestimmung. Akzeptanz oder positive Wertschätzung kann als Voraussetzung für gegenseitiges Vertrauen zwischen Berater und dem Klienten und damit als wichtige Grundlage für kongruentes Verhalten betrachtet werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Berater alle Gedanken, Gefühle, Wünsche etc. des Gesprächspartners teilen oder gutheißen muss. Vielmehr geht es darum, jene Gedanken und Gefühle, die sich immer wieder in den Vordergrund schieben, ernst zu nehmen und als Realität zunächst zu akzeptieren. Es macht in der Beratung wenig Sinn unangenehme Gefühle oder Gedanken nicht ernst zu nehmen. Denn sie werden dadurch weder verarbeitet noch verschwinden sie von selbst. Erst das Ansprechen unangenehmer und für den Klienten schwieriger Themen und die Auseinandersetzung damit ermöglicht das Ernst- und Annehmen und weitet den Blick für mögliche Veränderungen.

 

Kongruenz, d.h. Echt sein im inneren Erleben und äußerem Verhalten, in der Beratung hat dies besondere Bedeutung für die Übereinstimmung von verbaler und nonverbaler Kommunikation im Ausdruck über die Stimme insbesondere der Stimmlage. Kongruenz setzt Selbstklärung bei dem Berater voraus. Das heißt, dass der Berater sich ein wachsendes Maß an Selbstkongruenz erarbeitet, in dem er seine positiven und negativen Gefühle und Wünsche wahrnimmt und sich diese bewusst macht und akzeptiert. Echt oder selbstkongruent in der Beratung zu sein bedeutet, dass der Berater die starken und häufig auftretenden Gefühle, Gedanken, Absichten und Wünsche seines Gesprächspartners anzusprechen und ihm damit die Möglichkeit zu geben, sich selbst näher zu betrachten und das was ihm bedeutsam ist ebenfalls auszusprechen. Der Berater versucht seine Gefühle, Wünsche und Gedanken als sein subjektives Erleben zum Ausdruck zu bringen und ermöglicht dem Gesprächspartner Raum für sein subjektives Erleben. Dieser Prozess kann erheblich zur Klärung der Beziehung zwischen dem Berater und dem Klienten führen (Rogers, 1985).

Ziel dieser Grundhaltung ist es die Inkongruenz bei dem Klienten zu vermindern.

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