Verhaltensorientierte Beratung

Da die pflegenden Angehörigen körperlich und psychisch hochgradig belastet sind, besteht meist eine mehr oder weniger ausgeprägte Erschöpfungsdepression. Diesem Aspekt wird mit der verhaltensorientierten Beratungsmethode Rechnung getragen.

 

Verhaltenstherapie enthält geeignete Methoden zur Depressionsbehandlung deren Wirksamkeit durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen ist. Rush et al. hatten 1977 in einer klassischen Studie die ambulante Behandlung chronifizierter depressiver Menschen durch kognitive Verhaltenstherapie mit der Behandlung durch medikamentöse Therapie verglichen. Die kognitive Verhaltenstherapie führte bei 79 % der Patienten zu einer erheblichen Verbesserung bzw. zu einer vollständigen Remission, während dies nur 23 % der medikamentös behandelten Patienten erreichten. Die Abbrecherquote lag bei der Verhaltenstherapie bei 5 % und bei der medikamentösen Therapie bei 36%. Die kognitive Verhaltenstherapie ist daher ein geeigneter Ansatz zur Behandlung von Menschen mit Depressionen (Hautzinger, 2003, S.37).

 

Kognitiv verhaltenstherapeutische Erklärungsmodelle basieren auf der Annahme, dass zur Entstehung und zur Aufrechterhaltung eines depressiven Syndroms das Verhalten der Person (z.B. Art und Umfang ihrer Aktivitäten und Sozialkontakte) oder ihre Kognitionen (Wahrnehmung und Deutung von Ereignissen) charakteristisch sind. Beiden Erklärungsansätzen ist gemeinsam, dass somatische, emotionale und motivationale Auswirkungen der Erkrankung indirekt über die Behandlung verhaltensübender oder kognitionsverändernder Maßnahmen beeinflusst werden können (Hautzinger, 2003, S.25f).

 

 

 

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